Update

Mit etwas Abstand (hier 5m Höhe) betrachtet, sieht alles schon ganz anders aus! Nachdem der Radsturz beim Ironman 70.3 Aix en Provence wieder einmal die komplette Saisonplanung über den Haufen geworfen hat, musste ein neuer Fahrplan her. Jetzt freue ich mich über die nächsten Stationen…Ironman 70.3 Rapperswil, Challenge Heilbronn und Ironman Frankfurt!

Podium beim Dirty Race – ein matschig-gelungener Start in 2016

Neben dem Rennbericht soll dieser Post auch Update und Ausblick sein. Nach einem nasskalten anspruchsvollen Silvesterlauf in Britzingen ging es nach einem Entspannungstag ins (Langlauf-) Trainingslager nach Fiesch im Wallis. Ich durfte mit den Kaderathleten des BWTV 7 Tage ranklotzen und zwar richtig. Dass es ein gelungenes Training war, wusste ich schon währenddessen, wie effektiv merkte ich dann zu Hause. Gerade beim Schwimmen kamen mir die vielen Skating-Armeinsätze zugute und das Tempo beim Laufen stimmt auch schon ganz gut. Da inzwischen auch in Freiburg der Winter Einzug gehalten hatte, konnten noch einige Langlaufeinheiten in heimischen Gefilden (mit ihren tückischen, knackigen Anstiegen) folgen. Nach zwei Jahren Zwangspause freute ich  mich einerseits sehr auf das Dirty Race, das für mich einfach eine Herzensangelegenheit und Heimspiel zugleich ist. Andererseits war mir schon etwas mulmig zumute als ich die Starterliste sah. Das Rennen lief für mich sehr gut. Ein dritter Platz ist bei der Konkurrenz wirklich ok. Gratulation an Sieger Andi Böcherer und vor allem an den Zweitplatzierten Malte Plappert, der uns gezeigt hat wie man Mountainbike fährt. Danke an die Veranstalter, danke Achim. Es war mir eine Ehre :-) Danke an Sandra Streckert für die Fotos.

Wie’s weitergeht? In wenigen Tagen steige ich in den Flieger nach Fuerte, um richtig in Form zu kommen. 16 Tage Trainingslager mit vielen bekannten Gesichtern.
Mein erster Wettkampf wird dann der Ironman 70.3 Brasilien am 10.04.15 sein. Ich werde natürlich berichten.

Alles Gute, euer Marc

Achterbahn

Der Titel des schon längst überfälligen Blogeintrags soll die letzten Wochen charakterisieren. Es ist viel passiert und leider lösten sich wieder sämtliche Vorhaben in Luft auf. Dabei hatte alles super begonnen. Angekommen im Trainingsparadies Clermont liefen die Einheiten wie am Schnürchen. Es blieb nicht viel Zeit bis zum Rennen in Miami, doch fühlte ich mich selbst im Laufen, das ja 2015 ordentlich zu kurz gekommen war, ganz gut. Entsprechend solide konnte ich in Miami als 6. ins Ziel kommen. Eine Bestätigung, dass die Dinge richtig laufen. Der Motivationskick schlechthin. Wieder zurück in Clermont, glaubte ich zunächst, eine leichte Erkältung zu haben. Bestimmt nichts Schlimmes – das übliche afterrace-Kränkeln. So beschloss ich, das Training erst wieder gegen Ende der Woche aufzunehmen und ruhte mich aus. Leider nahmen die Symptome stetig zu. Ich wachte mit Fieber auf, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen begleiteten mich mehrere Tage. Meine Nasennebenhöhlen, die neben der Wade sowieso meine zweite Achillesferse sind, fühlten sich an, als würden sie gesprengt. Trotzdem wollte ich noch nicht aufgeben. Ich war doch so fit. Wer einmal in Clermont oder anderen trist-öden Trainingscamps war, kann sich vorstellen, was es bedeutet, den ganzen Tag rumzuhängen während die anderen trainieren und die Uhr nur gegen dich läuft. Das Gesamtpaket geht ordentlich an die Substanz. Nach etwa einer Woche und einem super kurzen Lauf, hatte ich Gewissheit. Mein Puls raste, mein Atem rasselte. Ich konnte nicht. Nicht in Arizona starten und auch nicht hierbleiben. Wie im Rausch, aber auch erleichtert, die Entscheidung nun endlich getroffen zu haben, suchte ich Flüge zurück. Meine Freundin meinte nach 2 Tagen, sie hätte das inzwischen 100ertste “bin ich soo froh, dass ich zu Hause bin” gehört. Leider dauerte es dann noch über zwei Wochen, bis ich wieder gesund war. Diagnose: bakteriell superinfizierte Sinusitis. Antibiotikum für 7 Tage. Inzwischen bin ich schmerz- und fieberfrei und schaue wieder nach vorn. Ich frage mich auch nicht mehr, warum da immer jemand zu sein scheint, der mir ein Bein stellt. Warum es offensichtlich einfach nicht sein soll. Ich werde nicht aufgeben. Tüftle an Wettkampfstrategie und schmiede neue Pläne. Wie diese konkret aussehen ist noch nicht abschließend geklärt. Aber aufgestanden bin ich längst.
Aloha,

Euer Marc

Never change a running…

…system! Dieser, gerade im Triathlon oft genutzten Spruch, ist nun auch mein Motto für die (leider bisher sehr verkorkste) Saison 2015. Nachdem Plan A, in Vichy bereits wertvolle Punkte für Kona 2016 zu sammeln, ganz und gar nicht aufging und dann neben den Wadenproblemen noch kleinere Hindernisse zu bewältigen waren, verfolge ich nun Plan B. Ein alter Plan (siehe Motto)! Soeben aus Fuerte zurück, wo ich 10 wertvolle Trainingstage verbringen konnte, sind es nur noch wenige Stunden und ich sitze im Flieger nach Orlando. Zunächst mal ist Ballern in Clermont angesagt. Die Grundlagen sind längst da, jetzt heißt es noch Schnelligkeit zu bekommen. Am 25. Oktober werde ich dann in gewohnter Manier in Miami beim Ironman 70.3 an den Start gehen. Das Hauptaugenmerk wird auf der Langdistanz in Arizona am 15.November liegen. Von Frodeno, Raelert und Co angespornt, sehe ich meinem Projekt positiv entgegen und hoffe, dass möglichst viele von euch verfolgen, was ich da drüben so mache. Ich versuche den widrigen WLAN-Bedingungen zu trotzen und öfter von mir hören zu lassen.

Liebe Grüße,

Marc

Summertime – and the livin’ is not that easy

Hier kommt ein 3 in 1-Blogeintrag. Zunächst geht es um die perfekte Position. Ich hatte Ende Juli das Vergnügen mit Knut Helmke. Knut hat kein weißes Kuschelfell und auch so wenig mit einem Eisbären gemein aber er ist unter Radfahrern und Triathleten der Region nicht minder bekannt wie sein verstorbener Berliner Namensvetter. Er beherrscht sie, die hohe Kunst des „Bikefittings“. Und so tüftelten wir einen ganzen Vormittag an meiner Sitzposition. War super interessant, hilfreich und ist wärmstens zu empfehlen. Vielen Dank dafür – Bikeposition

Ein bisschen Nervosität spielte schon mit, als ich am Sonntag früh auf den Parkplatz des Summertime-Triathlons in Karlsdorf-Neuthart fuhr. Ein Wettkampf aus vollem Trainingheraus. Würde sich meine zickige Begleiterin aka linke Wade benehmen? Der erste Wettkampf nach vielen Monaten Abstinenz löste aber auch gleichzeitig DAS wohlbekannte Kribbeln aus. Kein geringerer als der „King of Kona“, Sebi Kienle, würde meinen vierten Sieg in Folge verhindern. Nach gutem Schwimmen folgte ein gutes Radfahren und ich wechselte als Zweiter hinter dem Weltmeister auf die Laufstrecke.  Es folgte ein langsamer aber kontrollierter 10er,  bei dem ich mich dem super starken Marcus Rolli geschlagen geben musste. Ein dritter Platz, der mich zufrieden stimmt und mir die Bestätigung gibt, dass es wieder (an)läuft.
Vielen Dank an die Organisatoren für den immer wieder tollen Wettkampf und die vielen Supporter an der Strecke. Marc is (nearly) back!
Gleichzeitig ist dieser Artikel aber auch ein Pre-Race-Report. Meine ganze Aufmerksamkeit gilt momentan dem Ironman Vichy am 30.08.2015. Der Plan ist, die Auvergne zu rocken. Mehr kann ich gar nicht dazu sagen. Bin sehr gespannt.

Euer Marc

Es läuft wieder…

Nach 9 langen Wochen der Abstinenz kann ich wieder ungebremst laufen. Zähe Tage liegen hinter mir, die ich zunächst humpelnd und dann aquajoggend verbrachte. Bei der wöchentlichen Physio-Stunde gab’s  lange nur Ernüchterung: der vernarbte Muskelfaserriss wollte und wollte einfach nicht heilen. Das ging  ganz schön an die Nerven und war nicht gerade Balsam für meinen sonst sehr gesunden Optimismus. Ende Juni, die ersten vorsichtigen Trabversuche auf dem Rasen. Es kitzelte in der Wade, immer wieder ein kleiner Stich, ein Ziehen. Manchmal wusste ich gar nicht mehr, ob das gerade Einbildung ist oder nicht. Schluss damit: jetzt laufe ich wieder richtig, in meinem Tempo, auf jedem Bodenbelag und endlich (fast) frei im Kopf.

Gar nicht so einfach, immer nur zu tracken und Frommhold, Frodeno, Kienle und Co dabei zuzusehen, wie sie großen Triathlon machen. Das ist bald vorbei. Ich bin bald zurück. Ihr werdet es sehen. Bis dahin – keep on running!

Euer Marc

Die Lizenz zum Trainieren I

Da ich momentan sowieso nur als Monoathlet (= Schwimmer) unterwegs bin (siehe voriger Artikel: Wade immer noch nicht verheilt!), habe ich mich einer neuen Herausforderung gestellt.
Nein, der Gedanke, die Trainer-Lizenz im Bereich Triathlon Leistungssport zu erwerben, war schon länger da. Nicht nur, weil ich mir vielleicht in Zukunft vorstellen kann, im Nachwuchsbereich zu arbeiten, sondern auch, weil mich die Theorie und Grundlagen hinter den Trainingsplänen interessieren.
Dass es allerdings eine derartig spannende, lustige und lehrreiche Woche in Bad Steinbach werden würde, hätte ich nicht gedacht. 7.30 Uhr Frühstück, 12 Uhr Mittag- und 18 Uhr Abendessen, dazwischen Unterricht und danach husch husch ins Bettchen. Ganz so streng wie auf dem Programm war es nicht und es blieb viel Zeit für eigenes Training und gemeinsamen Spaß.
Danke an alle die dabei waren. Freue mich schon jetzt auf Februar 2016, wenn es heißt: Lizenz zum Trainieren II.

Muskelfaserriss, der…

…ist eine Sportverletzung, bei der es nach einer stärkeren Belastung zum Zerreißen von Muskelgewebe kommt (…) Meistens sind Waden- und Oberschenkelmuskulatur betroffen (Wikipedia)

Recht haben die von Wikipedia. Leider! Trainingslager Mallorca, kurz nach meiner Ankunft: beim Laufen machte es plötzlich, unerwartet und ohne Vorzeichen ZACK. Wieder die linke Wade. Zunächst war nur noch Humpeln möglich und der Flug zurück schnell umgebucht. Die Freiburger Uniklinik bestätigte mein Gefühl: deutlicher Muskelfaserriss. Zunächst einmal Ruhe. kein Laufen, kein Walken, kein Stepper. Lanzarote am Wochenende ist natürlich gecancelt. Großer Frust, denn die Form und auch die Lust auf ein hartes Rennen waren da. (Bild: Streckenbesichtigung im Februar)

Wie es nun weiter geht? Das hängt alles von der Wade ab. Aber selbst wenn ich wieder belasten kann, wird es dauern, Form zu bekommen. Planen ist also extrem schwer.

Mehr als ein Spaziergang zur Eisdiele ist leider nicht drin. Schwimmen ist momentan die einzige Fortbewegungsart, die ich ambitioniert betreiben kann. Und das läuft.

I’ll keep my head up!

Euer Marc

Bester Deutscher in Südafrika – kein Blumentopf und leider auch keine Hawaii-Punkte

Ich habe keinen Hehl daraus gemacht: der Plan war, in Südafrika möglichst viele weitere Punkte für Kona 2015 zu sammeln. Dieser ist leider nicht ganz aufgegangen.
Doch jetzt Schluss mit dem Trübsal blasen. Ich bin zwar am Boden der Tatsachen aber nicht am Boden zerstört. Eigentlich kann ich sehr zufrieden sein mit meiner Leistung. Ich bin gegen ein großes Weltspitze-Feld angetreten. 11 der 12 Athleten vor mir sind Ironman-/Challenge Langdistanz- oder 70.3 Sieger und hinter mir platzierten sich einige, die das auch schon in ihrer Vita haben. Der wirklich top organisierte Wettkampf hatte es in sich. Wind, Hitze und die anspruchsvolle Radstrecke kosten Körner ohne Ende.
Zum Rennen an sich: Was mich wirklich stolz macht, ist mein Schwimmergebnis im doch rauen pazifischen Ozean. Nicht einmal 3 Minuten trennten mich vom „first out of water”. Das Radfahren war solide, die 5 Minuten Stillstand  in der Penaltybox völlig unnötig und ein Horrortrip für den Kopf und die Muskeln! Das Laufen fing super an und ging auch gut weiter bis zu den letzten 8km. Die waren super hart und ich musste beißen. Ich war unendlich froh, im Ziel zu sein.
Es ist ok, bester Deutscher und 13. in diesem Feld zu sein aber leider kann man sich davon nix und wieder nix kaufen. Schon gar kein Ticket für Hawaii. Das weiß ich und das macht mein Vorhaben nicht gerade leichter.
Ich werde jetzt erstmal die Beine hochlegen, mein hoffentlich vollgefülltes Osternest finden und dann gemeinsam mit meinem Trainer den Wettkampf analysieren und anschließend die weitere Saison planen.
Ich möchte mich für eure Unterstützung bedanken.  Ich halte euch weiter auf dem Laufenden.

Euer Marc

Der Pre-Südafrika-Report

In genau einer Woche ist Südafrika vorbei. Zuerst wollte ich schreiben: „bin ich in Südafrika im Ziel“. Aber das ist mir irgendwie zu voreilig. Dabei gibt es dafür gar keinen Grund, denn die letzten 3 Wochen Mallorca haben sich sehr gut angefühlt. Noch ein paar Stunden und ich sitze im Flieger nach Port Elizabeth. Die Kerneinheiten sind absolviert, jetzt heißt es nur noch geschmeidig und gesund bleiben. Die Weichen für einen guten Wettkampf sind gestellt. Ich hab großen Respekt vor dieser bombastischen Starterliste aber spüre gleichzeitig das angenehme, kribbelnde Aufgeregt-Sein.
Zum zweiten Mal überhaupt wird es am Sonntag ein GPS-Tracking-System geben. Jeder Profi trägt beim Radfahren und Laufen ein Gerät bei sich, mit dem er auf der Landkarte im Netz zu verfolgen ist. Auch ich werde ein kleiner farbiger „MD“ – Punkt sein. So fällt es euch leichter, mich zu verfolgen, denn ihr werdet müde sein :) Am Sonntag, den 29. März 6:30 Uhr SOMMERZEIT.

Kommt mit auf die Südhalbkugel!

Danke, euer Marc.