Der Titel des schon längst überfälligen Blogeintrags soll die letzten Wochen charakterisieren. Es ist viel passiert und leider lösten sich wieder sämtliche Vorhaben in Luft auf. Dabei hatte alles super begonnen. Angekommen im Trainingsparadies Clermont liefen die Einheiten wie am Schnürchen. Es blieb nicht viel Zeit bis zum Rennen in Miami, doch fühlte ich mich selbst im Laufen, das ja 2015 ordentlich zu kurz gekommen war, ganz gut. Entsprechend solide konnte ich in Miami als 6. ins Ziel kommen. Eine Bestätigung, dass die Dinge richtig laufen. Der Motivationskick schlechthin. Wieder zurück in Clermont, glaubte ich zunächst, eine leichte Erkältung zu haben. Bestimmt nichts Schlimmes – das übliche afterrace-Kränkeln. So beschloss ich, das Training erst wieder gegen Ende der Woche aufzunehmen und ruhte mich aus. Leider nahmen die Symptome stetig zu. Ich wachte mit Fieber auf, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen begleiteten mich mehrere Tage. Meine Nasennebenhöhlen, die neben der Wade sowieso meine zweite Achillesferse sind, fühlten sich an, als würden sie gesprengt. Trotzdem wollte ich noch nicht aufgeben. Ich war doch so fit. Wer einmal in Clermont oder anderen trist-öden Trainingscamps war, kann sich vorstellen, was es bedeutet, den ganzen Tag rumzuhängen während die anderen trainieren und die Uhr nur gegen dich läuft. Das Gesamtpaket geht ordentlich an die Substanz. Nach etwa einer Woche und einem super kurzen Lauf, hatte ich Gewissheit. Mein Puls raste, mein Atem rasselte. Ich konnte nicht. Nicht in Arizona starten und auch nicht hierbleiben. Wie im Rausch, aber auch erleichtert, die Entscheidung nun endlich getroffen zu haben, suchte ich Flüge zurück. Meine Freundin meinte nach 2 Tagen, sie hätte das inzwischen 100ertste „bin ich soo froh, dass ich zu Hause bin“ gehört. Leider dauerte es dann noch über zwei Wochen, bis ich wieder gesund war. Diagnose: bakteriell superinfizierte Sinusitis. Antibiotikum für 7 Tage. Inzwischen bin ich schmerz- und fieberfrei und schaue wieder nach vorn. Ich frage mich auch nicht mehr, warum da immer jemand zu sein scheint, der mir ein Bein stellt. Warum es offensichtlich einfach nicht sein soll. Ich werde nicht aufgeben. Tüftle an Wettkampfstrategie und schmiede neue Pläne. Wie diese konkret aussehen ist noch nicht abschließend geklärt. Aber aufgestanden bin ich längst.
Aloha,

Euer Marc

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