Ein nahezu perfekter Wettkampf!

Endlich ist es wieder soweit, ein neuer Beitrag 😉    Aktueller Stand zu meinem Knie, ich bin wieder in der Lage zu trainieren und auch Wettkämpfe zu bestreiten. Die vollen Umfänge sind momentan noch nicht drin aber wenn es so weiter läuft werde ich in Frankfurt topfit an den Start gehen können.

Nun aber zur Challenge, ein Traum wars…Freitag abend habe ich mich mit meinem Trainer kurzgeschlossen und bekam die klare Anweisung „Wir verstecken uns nicht, fahr ruhig mit den Jungs mit und zeig dich. Das hast du drauf“.  Klar hatte ich bestens trainieren können, doch genau diese Trainingswochen spürte ich noch deutlich in meinem Körper. Aber Wettkampf ist eben Wettkampf, da gelten andere Regeln. So stand ich also am Sonntag um 9:00 Uhr im Hardsee und wartete auf die Startkanone.

Nach den ersten Metern fand ich mich mitten im Gewühl wieder und orientierte mich auf die  rechte Seite des Schwimmfeldes, was sich später als genau richtig herausstellte. Das Schwimmen verlief ohne große Ereignisse und auf dem Weg von der letzten Boje konnte ich Sebi Kienle und Marcus Büchler in meiner Gruppe ausmachen. Da war klar, schlecht war ich nicht unterwegs. Mit 25:31 min kam ich als 27. aus dem Wasser. Für mich eine super Zeit!

Die ersten 10km der Radstrecke waren flach und bestens geeignet um sich auf den Hobel einzustellen. Mit dem Schindelberg kam der erste Anstieg und es ging nun auch auf der 90km Runde so richtig zur Sache. Ab diesem Moment lief es für mich wie am Schnürchen und ich machte Platz um Platz gut. Nach 50km bekam ich dann den ersten Hinweis wie ich im Rennen liege „Platz 12 du Tier“, Danke Sebel! Die Beine schienen nach der Info noch besser zu werden und ich konnte mich in den nächsten km weiter vorarbeiten. Angekommen in der Wechselzone 2, stieg ich als 9. vom Rad. An der Stelle möchte ich mich bei Jürgen Falke bedanken, mein Merida Time Warp war einfach genial – 2:20:59 auf 90km mit einem 38,3 km/h Schnitt sagt alles!

Komisch fühlte sich es schon an, bisher musste ich mein Rad immer selber abstellen und hier wurde es einem direkt abgenommen. Sehr geil – nur was mach ich jetzt mit meinem Helm? Wann darf ich den absetzten??? Nur keine Strafzeit einhandeln! Also rannte ich die ganze Wechselzone mit Helm auf dem Kopf ab 😉 Was mir aber in dem Moment völlig egal war.

Dank meiner tollen Uhr konnte ich keine Zwischenzeiten nehmen und so rannte ich einfach mal los, natürlich viel zu schnell! Am Ende der ersten Runde kam das böse Erwachen 25:10 min auf 7 km…wenn das mal gutgeht! Immerhin konnte ich einen Platz aufholen und da sich einer der vorderen Läufer aus dem Rennen verabschiedet hatte, war ich zwischenzeitlich auf Platz 7.  Die zweite Runde beendete ich noch ganz ordentlich, aber kaum kam ich auf die letzte Runde merkte ich, dass ich mein Tempo nicht mehr halten konnte und musste etwas herausnehmen. So kam es wie es kommen musste, bei km 16 verlor ich den 7. Platz wieder – keine Chance auch nur dranzubleiben, der war einfach zu schnell!. Ab da war es ein harter Kampf, den ich aber bis km 19 gut unter Kontrolle hatte. Quasi auf der Zielgeraden wurde ich noch von einem Dänen, der sich für den Überholvorgang selbst anbrüllte eingeholt. Auch hier konnte ich nicht mehr dagegenhalten. Also doch wieder Platz 9! Den gab ich aber auch nicht mehr her. Am Ende konnte ich mich mit einer Halbmarathonzeitt von 1:19:25 retten. Super zufrieden mit einer  Gesamtzeit von 4:08:20 torkelte ich die letzten Schritte über die Ziellinie. Was für ein geiler Wettkampf!

Im Zielbereich angekommen wollte ich mich gleich über die kalten Colavorräte hermachen, als mich ein netter Herr von der NADA anstupfte und mir mitteilte, ich müsse noch eine Dopingprobe abgeben. Klar mach ich gerne, aber erst Cola – viel Cola 😉

Die Ergebnisse gibts hier und  den Zeitungsbericht hier

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