Mit ordentlicher Verspätung kommt hier der Rennbericht vom Ironman Wales.
Endlich auf dem Treppchen zu stehen, das war mein Ziel! Wahnsinn, dass es gleich die oberste Stufe wurde. Mit einer Zeit von 9:01:39 Stunden  
finishte ich vor dem Briten Philip Graves (9:02:56) und Nick Baldwin (9:07:56) von den Seychellen. Tenby, der Austragungsort, ist sehr beeindruckend. Das liegt nicht nur an den harten Streckenverhältnissen mit immensen Höhenunterschieden sondern vor allem an den Zuschauern, die das ganze Jahr auf diesen Tag hin fiebern. Da meine letzte Langdistanz in Vichy nur 3 Wochen zurücklag, reiste ich mit etwas mulmigem Gefühl auf die Insel. Wales war ein Versuch, ein Experiment. Zum Glück meinte es die raue See gut mit mir und die Wellen waren nur mäßig. Das erste Mal in meiner Karriere schwamm ich in der Spitzengruppe mit und konnte diese Position bis unmittelbar vor Wechselzone 1 halten. Nur 1:15 min trennten mich vom Führenden. Somit konnte mein Plan, auf Rad eher defensiv zu bleiben um genügend Kraft für die Laufstrecke zu haben, erfolgreich umgesetzt werden. Beim Wechsel in die Laufschuhe noch mit über 7 Minuten Rückstand Drittplatzierter, musste ich dann kämpfen. Die Beine fühlten sich aber gut an. Keine Spur von nahenden Krämpfen oder Kontrollverlust. Sieben Kilometer vor Schluss war der Brite Graves dann in Sichtweite und ich konnte vorbeiziehen. Als ich mich kurz vor Beginn des Ironman-Teppichs umdrehte und da niemand war, begann ich zu realisieren, dass ich gewinnen würde. Und dann wusste ich erst gar nicht, was ich nun machen muss/sollte. Doch das stellte sich als ganz selbstverständlich raus. Ein irres Gefühl, die Leute abzuklatschen, die Arme hoch zu reißen und zu jubeln. Mit 1:17 min Vorsprung überquerte ich schließlich die Ziellinie.

Vielen, vielen Dank für all die Motivationsnachrichten und Glückwünsche. Dafür lohnt sich jede harte Trainingsminute.

Das Beste am Sieg ist, dass Hawaii damit in realistische Nähe rückt!
Inzwischen sind fast 4 Wochen vergangen und ich konnte mich super erholen. Für 2017 suche ich nun verlässliche Partner und Sponsoren, die
meinen Weg begleiten werden. Ohne diese ist das ganze Projekt nicht möglich. Drückt mir die Daumen!
In Zukunft werdet ihr auf der Homepage ausschließlich Rennberichte lesen können. Alle anderen News werden über die sozialen Netzwerke ver-
öffentlicht.

Herzlichst, Marc.

One thought on “Erster Ironman-Sieg

  1. Hallo Marc, Hawaii rückt immer näher…
    Da wir dich bei der Mitteldistanz in Malterdingen hautnah erleben konnten, sind wir vom Triathlon nördl. Breisgau nun ganz gespannt
    auf dein abschneiden. Auf jeden Fall drücken wir dir ganz fest die Daumen. Denke daran, als Faris damals bei uns startete wurde er anschließend auf Hawaii 1. Die lange Hawaii-Nacht werden wir TNBler gemeinsam verbringen.
    Auch Mila (Tochter von Anna) ist ganz gespannt und drückt dir ganz fest die Daumen!!
    Mach’s gut Marc.

    Sportliche Grüsse von den TNBler

    i.A. Brigitta Bodemer

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