Vor zwei Wochen sind wir aus Freiburg geflohen, Nils Frommhold und ich. Im Konvoi. Jeder zwei Räder, viele Klamotten und noch mehr Motivation im Gepäck.  Geflohen vor den geschlossenen Hallenbädern, den ewig gleichen Laufstrecken und den üblichen Radrunden. Es ging nach Bad Mitterndorf in der schönen Steiermark. Ohne Facebook, Mailaccount und mit nur sehr sporadischem WhatsApp-Verkehr. Dafür gab’s umso mehr Schwimmen, Radeln,  Laufen, unendliche Stabi-Runden und viel Essen (wir wissen inzwischen, dass die Supermärkte nur bis 18.30 Uhr geöffnet haben!). Mit von der Partie war außerdem noch Sean Donnelly.

Die steirischen Alpen haben es in sich und bieten abwechslungsreiche Radausfahrten, schöne Laufstrecken und viele Schwimmmöglichkeiten.
Ermöglicht hat uns diese sehr effektive, intensive Zeit Christoph Leitner. Vielen lieben Dank auch für den letzten Luxusabend!
Ich fühlte mich die ganze Zeit ziemlich gut, konnte auf die Trainingsgrundlagen aufbauen und profitierte von den (Schwimm-)Profis um mich herum. Trotz der vielen Einheiten war die Atmosphäre entspannt und wir verstanden uns super.
Die letzten beiden Nächte verbrachten wir dann bereits in Zell am See, wo am 01.09. beim Ironman 70.3 Zwischenbilanz gezogen werden sollte.
Und es kam wie angekündigt: es regnete und hörte auch nicht auf!
Mit meiner Schwimmleistung – man glaubt es kaum- bin ich ausnahmsweise zufrieden. Endlich scheinen sich meine Mühen zu lohnen! Und vielleicht haben mir die letzten Wochen auch noch einen kleinen Schubs gegeben. Ich stieg nach 25:54 Std. direkt hinter Michael Göhner, Johannes Moldan und Christoph Lorber aus dem Wasser und fand somit eine super Radgruppe. Regenbedingt musste ich allerdings ein waghalsiges Ausweichmanöver starten, sodass der sehr starke Michi Göhner bei km 10 weg war. Die letzten Radkilometer konnte ich jedoch richtig Druck machen und wechselte als Zehnter auf die Laufstrecke. Klar, es hätte noch optimaler laufen können! Ab Kilometer 15 auf der Laufstrecke ging nicht mehr viel, ich war in einen gleichmäßigen ca. 3:45er Schnitt gefallen und schaffte es nicht weitere Kräfte zu mobilisieren. Nach 4:00:17 Std finishte ich als Zehnter. Meine erste Top-Ten-Platzierung als Profi – ein echt gutes Gefühl.
Ich möchte DANKE sagen an: Nils, Sean und Christoph für zwei sehr angenehme Trainingswochen, Familie Frommhold mit Sarah für zwei super leckere und unterhaltsame Pizzeria-Abende und die tolle Unterstützung an der Rennstrecke trotz schlechten Wetters und wie immer natürlich an die „Daheimgebliebenen“, deren Mitfiebern ich immer spüren kann!
Mein Plan? 3 Wochen Freiburg und dann in die Staaten. Mehr dazu beim nächsten Mal!

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