Eigentlich begann alles wie immer. Nach ausgiebiger Gels-in-die-Flaschen-quetsch-Action mit Christian und Horst ging es am Tag davor pünktlich ins Bettchen und genauso pünktlich klingelte um 3:45 Uhr der Wecker. Noch bevor ich meine Gedanken sortiert hatte, flüsterte es von rechts auch schon: “Raceday, Marc” und dann war es wieder da, das Ziehen im Magen, das Klopfen in der Brust. Ich ging mit Vorfreude auf die Strecke, allerdings wusste ich, dass einiges gehen könnte an diesem 17.11.2013 und diese Gedanken übten auch ziemlichen Druck auf mich aus. Das Schwimmen lief auch “as usual”. Nach 53:01 min stieg ich als 18. Profi aus dem 18°C kalten Tempe Lake und rauf auf’s Rad. Dann war plötzlich alles so leicht. Ich konnte unglaublich Druck auf die Pedale bringen, machte viele Plätze gut und wechselte als 6. auf die Laufstrecke. Bereits bei Meile 4, lief ich als 4. durch Arizona – ein Wahnsinnsgefühl und der beste Grund für einen (zu) schnellen Schritt. Grenzenlose Euphorie und ein nochmal ganz anderer Support trugen mich zu einer Halbmarathonzeit von 01:22 Std! Man MUSS dann einfach schnell laufen. Leider ging das nur bis kurz vor Meile 15 so reibungslos. Bei Meile 18.3 war ich dann schon 08:03 min hinter der Spitze, konnte den inzwischen 7. Platz aber halten. Ich finishte in 08:14:29 Std als bester Deutscher. Direkt hinter mir Christian Brader in 08:18:44 Std. Danach ging es sofort zur Dopingkontrolle und dann fiel die Anspannung langsam ab.

Leider musste Horst Reichel, der nach einer super Schwimmleistung lange in der Spitzengruppe Rad fuhr aufgrund einer Muskelverletzung das Rennen vorzeitig beenden.

To sum up: Ich war noch nie so fit und gleichzeitig war es mir noch nie so gut gelungen diese Form abzurufen. Ich bin richtig stolz und freue mich unglaublich auf Siegerehrung, den Trip durch den Südwesten der USA und auch auf Weihnachtsgutsle.

Meine “Dankeschön-Liste” ist ewig: Danke an meine Trainingshomies Christian Brader (herzlichen Glückwunsch zu Platz 8 ), Horst Reichel, Nils Frommhold und Niclas Bock- geile 2 Monate! Danke an den Strecken- und den Home-Support – ihr seid die Besten. Danke an meine Sponsoren, die es gewagt haben, mich zu unterstützen und die ich, denke ich, nicht enttäuscht habe.

2 thoughts on “Saisonhöhepunkt und -abschluss IM Arizona 2013 – und dann ging es plötzlich so leicht!

  1. Hallo Marc,

    wir haben gestern Abend live mitgefiebert.

    Unseren ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem tollen Rennen!
    Super, dass du den 7. Platz erreicht hast.
    Wir wünschen dir gute Erholung und noch einen schönen USA-Aufenthalt.

    Viele Grüße aus Sachsenheim

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