Am Sonntag konnte ich eine sehr wichtige Hürde bei der Vorbereitung auf einen meiner Saisonhöhepunkte – den Ironman Florida Anfang November – nehmen. Zusammen mit meinem Trainer Frank Mayer hatte ich mich erst nach Roth für die Challenge Walchsee-Kaiserwinkl (Mitteldistanz) entschieden. Schon im Vorfeld war klar, dass dieser Wettkampf top-besetzt sein würde. Andreas Raelert, der Vorjahressieger Ronnie Schildknecht, Timo Bracht,… insgesamt waren über 20 männliche Profitriathleten am Start. Diese großen Namen hatte ich zwar mit großem Respekt und einem etwas flauen Gefühl in der Magengegend gelesen, andererseits hatte mich das Teilnehmerfeld auch unheimlich motiviert. Die Anreise am Samstag verlief problemlos. Leider waren die Temperaturen nicht wirklich nach meinem Geschmack. Das Auto-Thermometer zeigte am Samstag 11°C um 14 Uhr. Auch am Rennmorgen waren die Kitzbühler Alpen nur zu erahnen- ganz Walchsee lang unter einer dicken Wolkendecke und dichtem Nebel. Um 8 Uhr fiel dann der Startschuss. Die 1,9km Schwimmen im ziemlich kalten Walchsee verliefen weitestgehend nach Plan. Auf der Radstrecke funktionierte allerdings wenig bis gar nichts. Nach wenigen Kilometern bildete sich um mich herum eine größere Verfolgergruppe. Ich versuchte von Anfang an Druck zu machen und jeweils am Anstieg der zwei 45km Runden aus der Gruppe zu entkommen aber es wollte nicht klappen. Ich ließ viele Kräfte bei diesen – wie sich bald rausstellte- sinnlosen Aktionen. Es wurde unheimlich „gelutscht“ und zwischenzeitlich waren wir sogar eine bis zu 20-köpfige Gruppe. Windschattenfahren par excéllence – und keinen Kampfrichter hat’s interessiert. Ziemlich verärgert machte ich mich auf den Halbmarathon, der sich später als 22km lang herausstellen sollte. Die ersten beiden Runden der insgesamt vier um den Walchsee verliefen ganz gut. Die Strecke ist zwar wunderschön, hat aber ein sehr welliges Profil. Das machte sich vor allem in Runde drei bei mir bemerkbar. Als insgesamt 12. überquerte ich nach 4:08:32,6 Std die Ziellinie. Das bedeutete eine „Halbmarathon-Zeit“ von 1:21:39,5, mit der ich in Anbetracht des Streckenprofils und der Überlänge so einigermaßen zufrieden sein kann.

Am frühen Abend konnte ich den Pokal für den Sieg in meiner Altersklasse abholen. Doch das zählt für mich langsam nicht mehr. Wichtiger ist, dass ich der schnellste Nicht-Profi war und sogar einige Elitestarter nach mir ins Ziel kamen. Auch wenn es sich immer noch ungewohnt anfühlt,  in der kommenden Saison werde ich mich von Mal zu Mal mehr daran gewöhnen müssen, mich mit den „Stars“ zu messen – aber dann mit Elitepass!

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