Tip Top – wenn da nicht die Wand bei km 38 gekommen wäre…

„Wenn ich könnte, würde ich meinen Traum leben“ – Ich habe das große Glück, genau dies tun zu dürfen. So auch letzten Sonntag. Aber auch Träume können wehtun, sie können brennen, stechen, drücken, krampfen und manchmal alles auf einmal. Dazu später mehr, jetzt hab ich genug philosophiert!
Meine erste Langdistanz als Profi ist geschafft. Nein,  kein „ich bin schon zufrieden, aber“- Text!
Es lief super: Tagesform, Ernährung, Renneinteilung. Dass es mir bei km 38 auf der Laufstrecke den Stecker gezogen hat, war super ärgerlich aber man steckt eben doch nicht ganz drin. Auch große Namen wie Potrebitsch, Brown und Petzold können sich verkalkulieren oder besser, müssen erkennen, dass der Körper irgendwann aufhört auf den starken Willen zu hören. Reiner Selbstschutz!

Das Schwimmen lief gut, ich platzierte mich in der Gruppe um Caroline Steffen, die spätere Siegerin der Frauen, und lief nach genau 53 Minuten aus dem nebligen Main-Donau-Kanal in die bereits sonnige Wechselzone. Auf der Radstrecke fühlte ich mich gut. Von Anfang an versuchte ich die Tipps von Frank zu beachten, mich nicht abzuschießen, meine Kräfte zu schonen. Die Stimmung war gigantisch – Roth eben!
Mit meiner Radzeit von 04:38:14 Std bin ich hoch zufrieden, vor allem wenn man die vielen fehlenden Radkilometer in der Vorbereitung berücksichtigt (Wetter (viel zu selten) gut… Marc verletzt, Marc wieder fit… Schneeregen im Mai, Orkan im Juni).
Ich wechselte auf die Laufstrecke und konnte den Abstand nach vorne schnell verkürzen. Zwischendurch fragte ich mich natürlich ab und zu, warum das noch so sch**** weit ist, warum es so heiß ist und ich mir das antue. Das Übliche eben!!
Bei km 28,5 lag ich auf Platz 14, die 08:30-Zielzeit war realistisch. Bis km 35 konnte ich sogar noch einmal Kräfte mobilisieren und kämpfte mich weitere zwei Plätze nach vorne. Die Kräfte neigten sich allerdings bald dem Ende zu. Der Mann mit dem Hammer war da. Wie aus dem Nichts. Die letzten 4 km taten mehr als weh. Ich war nur noch fertig. Dann wurde ich noch einige Plätze nach hinten durchgereicht und finishte, 2 Minuten verspätet und auf Platz 17 statt 12, nach 08:32:05 Std!
Mein Fazit:
Roth – DER Wettkampf schlechthin, 13 Minuten schneller als letztes Jahr,  Tendenz nach oben!

Vielen Dank euch allen für’s Bei-mir-sein!
Sei es als direkter Streckensupport, vor dem Live Tracker, vor der Challenge App oder einfach nur in Gedanken!

Man sieht sich beim Summertime-Triathlon in Karlsdorf-Neuthard am 04. August!

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Pro-Team Mohrenwirt